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Kurs / Workshop

Ausbildung als Surrogat-Partner:in

9 Monate lang gehst du den Weg, auf dem du später Klient:innen begleitest im therapeutischen Dreieck mit mir. Du gehst vom zartem Vertrauen über wachsende Sinnlichkeit bis hin zu gelebter Sexualität. Du lernst du dich selbst näher kennen und übst, Beziehungs- und Lehrer:innenhut zugleich zu tragen.

LuciAnna Braendle - Winterthur
Winterthur, Schweiz

Was ist ein:e Surrogat-Partner:in?

Surrogat heisst Ersatz. Surrogat-Partner:innen sind Ersatzpartner:innen. Sie ersetzen für die Dauer der Therapie die intime Partnerin/den intimen Partner, die die Klient:innen im Moment nicht haben. Die Surrogat-Partner:innen gehen mit den Klient:innen eine Beziehung auf Zeit ein. In dieser Modellbeziehung im Rahmen der Surrogat-Partner Therapie lernen die Klient:innen sich und ihren Körper besser kennen und legen Scham, Scheu, Ängste und Schwierigkeiten in Bezug auf Nähe, Kommunikation, Körperlichkeit, Beziehung und Sexualität ab.

Was ist eine Surrogat-Partner Therapie? 

Die Surrogat-Partner Therapie (SPT) ist eine körperorientierte Sexualtherapie, die vor allem auf Singles und Absolut Beginners ausgerichtet ist. Sie geht zurück auf die erfolgreiche Methode der Sensate Focus Übungen, die in den 1960-iger Jahren vom Sexualtherapeutenpaar William Masters und Virginia Johnson entwickelt wurde.

Die originalen Übungen habe ich erweitert mit Achtsamkeitsorientierung, Verspieltheit, emotionaler Nähe sowie Methoden des Sexocorporel Konzept. Alle Übungen folgen einer klaren Struktur und einem klaren Ablauf, die sich gegen Ende mehr und mehr auflösen zu Gunsten von mehr spontanen, sinnlich-sexuellen Begegnungen. In der Beziehung mit den Surrogat-Partner:innen erhalten Klient:innen Zugang zur Erlebens- und Erfahrungswelt einer LiebesBeziehung.

Die SPT findet ausschliesslich im therapeutischen Dreieck von Klient:in, Surrogat-Partner:in (vielleicht Du) und verbaler Therapeut:in (LuciAnna Braendle) statt. Während den verbalen Therapiesitzungen werden die Themen besprochen und bearbeitet, die in der Surrogat-Partnerschaft auftauchen. Ich ergänze als verbale Therapeutin die Erlebens- und Lernwelt, die Klient:innen mit den Surrogat-Partner:innen erleben mit therapeutischen Interventionen in meiner Praxis sowie mit Einzelübungen für zu Hause. Mehr Infos   

Diese verschiedenen Facetten der Surrogat-Partner-Therapie ermöglichen den Klient:innen einen spezifischen und sicheren Übungs- und Lernraum, der ihnen im Alltag nicht zur Verfügung steht. Am Schluss der Therapie nehmen Sie die breite und tiefe Erfahrung mit in ihren Alltag und in ihre Begegnungen.

Ich tausche mich mit den Surrogat-Partner:innen nach jeder Sitzung aus über den Verlauf und das weitere Vorgehen der Therapie. Zielführend dabei ist, dass die Klient:innen bereit werden für eine intime Beziehung mit emotionaler Nähe und einer erfüllenden Sexualität ausserhalb des therapeutischen Rahmens. 

Die Treffen von Surrogat-Partner:in und Klient:in finden in einem festgelegten Raum während einer festgelegten Zeit statt. Ausserhalb von diesem klaren Raum-Zeit-Abkommen im therapeutischen Setting gibt es keinen Kontakt zwischen Klient:innen und Surrogat-Partner:innen. Auch nicht über soziale Medien oder Telefonate. 

Die Ausbildung als Surrogat-Partner:in ermöglicht den Teilnehmenden:

  • Kompetenzen zu erwerben und zu erweitern in Haltung, Rolle und Methoden der Surrogat-Partner Therapie.
  • Ihr Wissen und ihre Kompetenz vielfältig zu erweitern in den Themen rund um Beziehung und Sexualität: u.a. Kommunikation, Körperwahrnehmung, Achtsamkeit, sexuelle Schwierigkeiten, Anatomie, verschiedene Sexualitäten, Gender, Nähe/Distanz, Bindung, Erregungsmodis, Bedürfnisse und Grenzen.
  • Durch Selbsterfahrung sich selbst besser kennen zu lernen in den relevanten Themen, sowie eigene Muster zu reflektieren.
  • Ein klares Verständnis der eigenen Rolle als Surrogat-Partner:in zu gewinnen – in den Treffen mit den Klient:innen sowie in der Kooperation mit den verbalen Therapeut:innen.
  • Als Surrogat-Partner:in im therapeutischen Dreieck in unterschiedlichen Settings sowie mit Menschen aus unterschiedlichen Bezugsgruppen zu arbeiten.

Grundlegendes Verständnis zur Ausbildung als Surrogat-Partner:in

  • Die Teilnehmenden durchlaufen in der Ausbildung selber eine Surrogat-Partner Therapie. So erfahren sie jeden einzelnen Schritt selbst. Sie lernen ihren Körper besser kennen, sowie eigene Bedürfnisse und Grenzen. Sie finden mögliche eigene Schwellen oder Grenzen in der Arbeit als Surrogat-Partner:in.
  • Homeplays (Körperübungen für zuhause) sind ein Teil der Surrogat-Partner Therapie und darum auch ein Teil der Ausbildung - zum einen zur eigenen Lern-Erfahrung, zum anderen als Einblick und Selbsterfahrung in die Homeplays der Klient:innen.​​​

Vorgehen während der Ausbildung

  • Die Teilnehmenden (TN) erfahren sich selber als Klient:in in einer Surrogat-Partner Therapie (SPT). 
  • Im Unterschied zu einer richtigen SPT machen die TN die Übungen mit wechselnden Partner:innen. So lernen sie ihren Körper und ihr Verhalten mit verschiedenen Gegenübern kennen und erweitern ihr Erfahrungsfeld.
  • Ausserdem tragen die Teilnehmenden während dieser Modell Surrogat-Partner Therapie zwei Hüte: sowohl den der Surrogat-Partner:innen als auch den der Klient:innen. Sie lernen auf diese Weise vom ersten Wochenende an, wie sie Klient:innen begleiten können und erhalten gleichzeitig einen Einblick, wie es Klient:innen ergeht. 
  • Bis zum Wochenende 7 sind die Berührungen jeweils einseitig. Am Wochenende 7 findet der Übergang zu gleichzeitiger Berührung statt.
  • Die individuellen Grenzen werden immer wieder besprochen. Jede Person bestimmt selbst, wann sie eine Übung nicht machen möchte, bzw. was innerhalb der Übungen ihre/seine Grenzen sind. Auch in einer realen SPT halten Surrogat-Partner:innen ihre Grenzen ein. Sie überschreiten sie nie  – das ist grundlegend für die Authentizität der Surrogat-Partnerschaft.
  • Alle Teilnehmenden führen ein Protokoll der Wochenenden mit den Übungen inklusive ihrer Selbstreflexion.
  • Für Partner:innen von Teilnehmenden gibt es einen speziellen Informationsabend um Fragen zu klären und sich mit anderen betroffenen Partner:innen auszutauschen (siehe unten bei Termine).

Termine und Inhalte

Die Ausbildung findet an 9 Wochenenden: Sa/So von September 2026 bis Mai 2027 statt.

Sie läuft entlang den vier Phasen der Surrogat-Partner Therapie:
Phase 1: Nachnähren und Vertrauen aufbauen
Phase 2: Sinnlichkeit und wachsende Intimität
Phase 3: Intimität, Sexualität und Begehren
Phase 4: Abschluss
Zwischen den Wochenenden finden Lerneinheiten in kleinen Gruppen statt - die Gruppenmitglieder bestimmen den Ort und die Zeit der Treffen miteinander. 

Voraussetzungen zur Teilnahme an der Ausbildung

  • Mindestalter 25 Jahre, Höchstalter 62
  • Mind. 2 Jahre Erfahrung im Berufsalltag
  • Wohlbefinden im eigenen Körper und Freude an Körperlichkeit
  • Freudige Erfahrungen in Sexualität und Beziehung
  • Pflegen von nährenden Beziehungen im Privatleben
  • Bereitschaft, sich emotional und körperlich einzulassen
  • Kommunikations- und Konfliktbereitschaft, Reflexionsfähigkeit
  • Bereitschaft, sich Triggerthemen zuzuwenden und sie zu benennen
  • Eigene traumatische Erfahrungen sind therapeutisch aufgearbeitet
  • Kompetenter Umgang mit eigenen und fremden Grenzen
  • Falls in Partnerschaft lebend - Einverständnis und klare Absprachen mit Partner:in
  • Kurzer schriftlicher Lebenslauf mit Schwerpunkt auf Beziehung und Sexualität
  • Motivationsschreiben
  • Vorgespräch mit Ausbildungsleitung (hier Termin buchen: Surrogat-Partner Therapie - SPT Ausbildung Vorgespräch, 60 min). Die Kosten des Gesprächs (CHF 140/h) können mit den Kosten der Ausbildung verrechnet werden.
  • Einverständnis mit der Vereinbarung für die Ausbildung als Surrogat-Partner:in

Details Anmeldeprozess für die Ausbildung als Surrogat-Partner:in 
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Warum ich diese Ausbildung anbiete

Mit meinem Therapie- und Kursangebot bringe ich Menschen zu mehr Freude, Bewusstheit und Offenheit in Bezug auf Sexualität. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sexualität eine Quelle von Gesundheit und Lebensfreude ist, deren Kraft sich auf alle Bereiche unseres Lebens auswirkt. 

Das Wissen darum, dass es viele Menschen gibt, die diese Quelle nicht nutzen können, weil ihnen ein Gegenüber zum üben und lernen fehlt, hat mich zur Surrogat-Partner Arbeit gebracht. Ich finde die Arbeit sehr wertvoll. Es ist wunderbar zu sehen, wie Klient:innen sich im Laufe der Therapie öffnen, wie sie aktiv werden, sich getrauen, sich freuen. Und wie sie dann flügge werden und mit ihrem Koffer voller wichtiger Erfahrungen und neuem Selbstbewusstsein in die Beziehungswelt hinaus reisen. 

Ich wünsche mir, dass mit dieser Ausbildung die Surrogat-Partner Therpie noch mehr Menschen erreichen kann und noch mehr Menschen davon profitieren dürfen - dass auch sie freudige Beziehungen mit einem erfüllenden Sexualleben geniessen können. 


Medienbeiträge:

 

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    LuciAnna Braendle

    LuciAnna Braendle

    Sexualtherapeutin, Beziehungscoach, Erwachsenenbildnerin

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