Wann sind wir wohl endlich fertig?
Kennst du das auch? Du sehnst dich danach endlich "heile" zu sein und strengst dich so sehr an, aber irgendwie verändert sich nichts? - Vielleicht geht es gar nicht darum, (noch) mehr zu machen, mehr zu leisten, sich schneller, stärker zu verändern, sondern...
Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich erst anders werden muss (glücklicher, gesünder…), damit es mir endlich gut gehen kann. Bis ich irgendwann verstanden habe, dass es genau andersrum ist: es geht darum, es sich im Hier und Jetzt so schön wie möglich zu machen. Und paradoxerweise begünstigt das Heilung! Jeder bewusst wahrgenommene schöne, freudvolle Moment schenkt unserem System ein Gefühl von Sicherheit und hilft uns, in unser Toleranzfenster zu kommen. Und je mehr Ressourcen (z.B. schöne Momente, an die wir uns lebendig erinnern können) wir sammeln, desto leichter fällt es uns, auf diese auch in stressigen, herausfordernden, belastenden Situationen zuzugreifen und unsere Zustände so bewusst beeinflussen zu können. Es darf auch leicht gehen! Es darf dir auch jetzt schon gut gehen (oder so gut es eben geht)! Du bist nämlich (jetzt und immer schon) genau richtig, so wie du bist und musst es dir nicht erst irgendwie "verdienen" glücklich zu sein - im Gegenteil. Je öfter wir üben, den Moment wahrzunehmen und nach Dingen Ausschau zu halten, die uns helfen, dass wir uns (kurz) besser fühlen, desto mehr lernt unser Nervensystem, dass es okay ist, sich sicher bzw. glücklich zu fühlen, UNABHÄNGIG von dem was wir leisten: es lernt, dass wir GUT GENUG sind, einfach weil wir existieren. Und das ist die Basis von Lebensfreude.