Mein Weg zwischen Himmel, Erde und mir
Aufgewachsen in der Natur, begleitet von Fragen, die niemand beantworten konnte – und doch immer getragen von dem Gefühl, dass es mehr gibt als das Sichtbare.
Aufgewachsen bin ich im Kanton Luzern, wo ich eine unbeschwerte und behütete Kindheit erleben durfte. Meine Welt bestand aus meiner Familie, meinen Freunden und vielen Tieren. Schon früh spielte die Natur eine zentrale Rolle in meinem Leben. Gemeinsam mit meiner besten Freundin streifte ich regelmässig durch Wälder und Wiesen, immer auf Entdeckungstour, immer neugierig auf das, was sich hinter dem nächsten Weg verbarg.
Die Schule hingegen war nie wirklich mein Zuhause. Ich war verträumt, oft mit meinen Gedanken woanders – und hätte mich nur allzu gern gegen einen Spaziergang im Wald statt gegen die Schulbank entschieden.
Die sogenannte „Anderswelt“, das Jenseits oder die geistige Welt, war für mich schon als Kind eine Selbstverständlichkeit. Obwohl in meiner Familie niemand religiös war und dieses Thema nie zur Sprache kam, war für mich ganz klar: Da gibt es mehr. Dieses innere Wissen wurde durch Erfahrungen bestätigt, die mich damals jedoch weniger faszinierten als vielmehr ängstigten. Immer wieder wurde ich nachts von Schritten geweckt – Besuche, die mich zutiefst verunsicherten. Was für andere vielleicht spannend klingen mag, war für mich in dieser Zeit vor allem beängstigend und überfordernd.
Aus Angst, nicht ernst genommen zu werden, schwieg ich lange darüber. Ich zweifelte an mir selbst und wusste nicht, wie ich mit diesen Erlebnissen umgehen sollte. Zwar vertraute ich mich schliesslich meinen Eltern an, doch auch sie konnten mir keine wirkliche Hilfe geben. Nach einigen Jahren in unserem sogenannten „Spukzimmer“ wechselte ich schliesslich das Zimmer – in der Hoffnung, damit auch ein Stück Ruhe zu finden.
Diese Erfahrungen liessen mich nie ganz los. Sie wurden vielmehr zum Ausgangspunkt einer langen Suche nach Antworten. Wie es so schön heisst: Der Weg ist das Ziel – und genau so begann mein persönlicher Weg in Richtung Spiritualität.
Lange wusste ich nicht, wohin mich dieser Weg führen würde. Beruflich erfüllte ich mir zunächst einen grossen Kindheitstraum: Mit Leidenschaft arbeitete ich als Flight Attendant und liebte das Unterwegssein zwischen den Welten im ganz irdischen Sinn. Und doch meldete sich immer wieder dieses leise Gefühl, dass da noch mehr auf mich wartete.
Ich besuchte verschiedene spirituelle Kurse, sammelte Erfahrungen, lernte viel – und dennoch fühlte es sich nie ganz nach Ankommen an. Erst durch Coachings und intensive Arbeit an mir selbst erkannte ich schliesslich mein grösstes Talent: meine Fähigkeit, mich tief in andere Menschen und ihre Energie einzufühlen. Heute nutze ich diese Gabe, um Menschen dabei zu unterstützen, Situationen aus neuen Perspektiven zu betrachten und Botschaften aus der geistigen Welt weiterzugeben – achtsam, bodenständig und verbindend.
Auch die Corona-Zeit brachte grosse Veränderungen mit sich. Ich bin heute nicht mehr fliegend unterwegs, sondern arbeite im Büro. Mein Weg hat sich äusserlich verändert – innerlich jedoch geht es weiterhin darum, beide Welten miteinander zu verbinden und sie bewusst in meinen Alltag zu integrieren.