Mein Crohn und ich – wenn aus einer Diagnose ein neuer Blick auf Gesundheit entsteht
Morbus Crohn begleitet mich seit 2012. Als Betroffene und Naturheilpraktikerin kenne ich chronische Erkrankung aus zwei Perspektiven – und weiss, wie viel mehr hinter Gesundheit steckt als einzelne Symptome.
Morbus Crohn begleitet mich seit 2012. In dieser Zeit gab es schwierige Phasen, Medikamente, viele Fragen – aber auch acht Jahre, in denen die Erkrankung kaum Raum in meinem Leben eingenommen hat.
Was ich dabei gelernt habe: Chronische Erkrankung verläuft selten geradlinig. Und Gesundheit lässt sich nicht allein daran messen, ob gerade Symptome da sind oder nicht.
Unser Körper existiert nicht losgelöst von unserem Leben. Ernährung, Verdauung, Nervensystem, Psyche, Schlaf, Stress und Lebensweise beeinflussen sich gegenseitig. Manchmal sind diese Zusammenhänge offensichtlich, manchmal überhaupt nicht.
Gerade deshalb finde ich eine Frage besonders spannend: Was braucht mein Körper gerade?
Nicht: Was habe ich falsch gemacht? Nicht: Warum funktioniert mein Körper nicht? Sondern neugierig hinzuschauen, wahrzunehmen und den eigenen Körper besser kennenzulernen.
Auch habe ich gelernt, dass es bei chronischen Erkrankungen keine Blaupause gibt. Was einem Menschen guttut, muss für den nächsten nicht passen. Krankheitsverläufe sind individuell – genauso wie die Menschen dahinter.
Für mich bedeutet Gesundheit deshalb heute mehr als Symptomfreiheit. Es bedeutet auch, den eigenen Körper verstehen zu lernen, Zusammenhänge zu erkennen und einen Umgang mit der Erkrankung zu finden, bei dem sie nicht das ganze Leben bestimmt.
Meine ganze Geschichte – von meiner Diagnose 2012 über acht weitgehend beschwerdefreie Jahre bis zu meinem erneuten Schub – erzähle ich auf meinem Blog.