Die Angst, die alle für Ehrgeiz halten....
Perfektionismus gilt als die Schwäche, die man im Bewerbungsgespräch zugeben darf. Dabei ist er selten ein Charakterzug. Er ist ein Schutz, und genau deshalb lässt er sich nicht abgewöhnen. Warum so viele Frauen darunter leiden und was tatsächlich etwas verändert.
Es fühlt sich nie wie Perfektionismus an
Kaum eine Frau, die damit lebt, würde von sich sagen, dass sie alles perfekt haben will. Von innen klingt es viel harmloser: Es ist noch nicht gut genug. Noch nicht so weit, dass man aufhören könnte.
Das ist der eigentliche Punkt. Nicht der Wunsch nach Perfektion, sondern der Moment, der nie eintritt.
Warum es Frauen so oft trifft
Weil es belohnt wird. Zuverlässig sein, mitdenken, niemandem Umstände machen – dafür kommt Zustimmung von allen Seiten zurück.
Und was von außen belohnt wird, stellt man selten infrage. Viele merken deshalb erst nach Jahren, dass sie erschöpft sind von etwas, für das sie ständig gelobt werden.
Was dahinter geschützt wird
Kritik. Ablehnung. Der Moment, in dem jemand merkt, dass du gerade nicht kannst.
Das Unangenehme daran ist: Es funktioniert. Solange du lieferst, fragt niemand nach. Der Schutz hält. Er wird nur mit den Jahren teurer.
Warum gut gemeinte Ratschläge nichts bringen
Weil sie den Schutz wegnehmen wollen, ohne den Grund zu berühren. Wer sich vornimmt, lockerer zu sein, ist danach meistens nur perfektionistisch im Lockersein.
Die Frage ist nicht, wie du damit aufhörst. Die Frage ist, was du befürchtest, das passiert, wenn du es lässt.
Was sich wirklich verändert?
Nicht, dass dir plötzlich alles egal wird. Sorgfalt gehört zu dir, die bleibt.
Was geht, ist der Preis. Du merkst früher, ob du etwas tust, weil es dir wichtig ist – oder weil du dich sonst schlecht fühlst. Und irgendwann hörst du auf, ohne dich dafür rechtfertigen zu müssen.
Wenn du beim Lesen an dich gedacht hast: Genau dieser Frage gehen wir im Klarheitsgespräch nach. Eine halbe Stunde, kostenlos, ohne dass du dich danach für irgendetwas entscheiden musst.